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Rezeptverwaltung



1. Allgemeines über Rezeptverwaltungen

Rezepte sammele ich schon seit langer Zeit - früher in Form von diversen Kochbüchern, Kochkarten, herausgetrennten Zeitungsseiten oder Zetteln, die ich in ein Buch klebte. Wenn so eine Sammlung dann einen großen Umfang angenommen hat, verliert man schon leicht mal den Überblick. Als ich dann noch den riesigen Rezepte-Pool des Internets entdeckte, wurde zwar mein Sammlerinstinkt geweckt, aber es wurde noch schwieriger, ein Rezept wiederzufinden, das mir beim Überfliegen der Zutatenliste gefallen hatte und das ich zu einem späteren Zeitpunkt nachkochen wollte.

1997 stieß ich das erste Mal auf den Mealmaster (Kurzform: MM) - eine DOS-Rezeptverwaltung mit amerikanischen Maßeinheiten. Auf dessen Format greifen immer noch viele der heutigen Rezeptverwaltungen beim Export und Import von Rezepten zurück. Vielleicht, weil es einmal Standard war und der kleinste, gemeinsame Nenner ist, um Rezepte problemlos untereinander austauschen zu können.

MM mochte ich von der Anwendung her nie sonderlich, aber er hat immerhin mein Interesse für eine derartige Rezeptverwaltung geweckt. Im Laufe der Jahre habe ich dann auch einige Programme für mich ausgetestet. Funktioniert haben sie alle; in der Bedienung gab es jedoch gravierende Unterschiede. Einige Programme waren kostenpflichtig, andere wieder kostenlos. Oft fand ich Funktionen vor, die ich für mich gar nicht benötigte.

Was ich suchte, war eine unkomplizierte Rezeptverwaltung, mit der ich ganz schnell mal ein Rezept erfassen konnte, ohne mich durch die Felder in der Eingabemaske zu hangeln. Die meisten Rezepte liegen nicht im importtauglichen Format vor.
So stieß ich auch auf ein Tool namens Rezkonv. Damit konnte man die oben erwähnten Freistilrezepte ganz einfach und schnell in das passende Format bringen. Was für ein sinnvolles Werkzeug, das ich nur zu gerne und auch täglich nutzte!

Eine Rezeptverwaltung war es aber nicht - noch nicht... ;-)


2. RezkonvSuite

Im September 2002 wurde dann - vom selben Entwickler-Team des Rezkonv-Tools - die RezkonvSuite (Kurzform: RKS) veröffentlicht, die immer noch mein persönlicher Favorit unter den Rezeptverwaltungen ist. Die Registrierung ist mittlerweile kostenpflichtig, aber das Programm ist sein Geld wert.

Warum? - Weil unter anderem:


Mehr Informationen gibt es auf den Rezkonvseiten: Rezkonv.de



Die Bedienung ist dank der ausführlichen Hilfedatei (Erste Schritte, FAQ und normale Hilfe) leicht erlernbar - auch für Benutzer, die sich nicht so gut mit Computern auskennen. Jedem Rezept kann auch ein Bild zugeordnet werden. Nachstehend ein Screenshot:


Screenshot RKS


3. Ambrosia

Ich habe noch eine andere Rezeptverwaltung auf meinem PC installiert: Ambrosia. Die Professional-Version mit integriertem "deutschen Bundeslebensmittelschlüssel" hatte ich vor einigen Jahren gekauft, weil ich die Aufschlüsselung der Lebensmittel in Rezepten ab und zu brauchte. Die jeweiligen Updates waren bislang kostenfrei.

Auch diese Rezeptverwaltung hat ihre Vorzüge und viele nützliche Funktionen. Integriert ist auch ein umfangreiches Lexikon über Lebensmittel, Fachbegriffe und Küchengeräte. Wer z.B. Einkaufslisten nach Lieferanten aufgesplittet oder aufwändige Menüpläne erstellen und ausdrucken will oder muss, ist mit diesem Programm gut bedient.
Ambrosia ist übrigens ein Schweizer Produkt. Der Support erfolgt in der Regel über ein Forum, für das man sich registrieren lassen muss, will man dort Beiträge schreiben.

Nähere Informationen über Ambrosia gibt es bei: 3lands.ch. Nachstehend auch ein Screenshot.


Screenshot Ambrosia

Ich habe mir die aktuellste Version von Ambrosia installiert, damit ich auch einen aktuellen Screenshot erstellen konnte. Dabei habe ich dann festgestellt, dass der Import eines aus der RKS ins Mealmaster-Format exportierten Rezeptes ganz wunderbar geklappt hat, und ich nicht sehr viel ändern musste. Als ich probeweise die Nährwertberechnung für das Käsekuchenrezept durchführte, bin ich fast vom Stuhl gekippt - der gesamte Kuchen hat über 9.800 kcal! Trotzdem ist er superlecker. ;-)
Die Nährwertanalyse kann man jedoch nur ausdrucken oder anzeigen lassen - in das Rezept selber kann man sie leider nicht kopieren.



4. Fazit

Wer gerne Rezepte sammelt, wird eine Rezeptverwaltung mit Hilfe einer Software zu schätzen wissen, denn es gibt nichts Effektiveres. Oft genug macht man den Kühlschrank oder die Speisekammer auf, einen Bestandscheck und kocht dann doch immer wieder die gleichen Gerichte.

Mit einer guten Sammlung hat man vielfältige Auswahlmöglichkeiten. Wer im Besitz einer Rezeptarchivierung ist, sucht nach bestimmten Zutaten und bekommt - je nach Umfang der Rezeptdatenbank - entsprechende Rezepte angezeigt.

Beide hier vorgestellten Programme haben ihre jeweiligen Vorzüge. Es kommt also auf die eigenen Bedürfnisse an, die man an dieses Programm stellt. Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen Leser dieser Seite dazu inspirieren, seine Rezepte ebenfalls auf diese bequeme Art zu archivieren.




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