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Einige Infos
Poser von SmithMicro ist ein Grafikprogramm, mit dem man in 3dimensionale Figuren, Umgebungen und Gegenstände realistisch positionieren und anschließend rendern kann. Mit Rendern bezeichnet man den Rechnenvorgang des Programmes, um eine aus Polyebenen bestehende Figur bzw. Szene realistisch umzusetzen. Ich habe versucht, das mit möglichst einfachen Worten zu erklären. Das klingt zu theoretisch?
Dann zeige ich dir das Ganze mal anhand eines Beispiels:

Auf dem linken Bild siehst du eine Kugelform auf einer Grundfläche liegen. Beides ist mit weißen Linien dargestellt und zeigt Kästchen -
Eine 3D-
Auf dem rechten Bild siehst du die gleiche Kugelform und den gleichen Boden mit Texturen versehen und gerendert. Poser hat anhand der erhaltenen Angaben, auch der Beleuchtung, meiner Rendervorgaben usw. dieses Bild errechnet. Solche fertigen Bilder von Poser oder ähnlichen Programmen nennt man in der Kurzform auch nur Render.
Warum gerade Poser?
2006 konnte ich mir im Rahmen einer Sonderaktion Poser 5 kostenlos herunterladen. Ich hatte in einem Grafikforum darüber gelesen gehabt. Poser ist ein Programm, das normalerweise mehr Geld kostet, als man es üblicherweise für ein Hobby-
Diese Sonderaktion zwang den Shop des Anbieters Content Paradise damals ganz schön in die Knie, denn ich war nicht die Einzigste, die das Schnäppchen ergattern wollte. Wen das interessiert, kann das gerne hier nachlesen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Poser-
Selbst wenn ich nicht lange mit Poser 5 arbeitete, konnte ich durch den Besitz dieser kostenlosen Poser-
Damals wusste ich noch nicht, was man mit Poser eigentlich alles machen kann. So lud ich es mir nur herunter, weil alle so davon schwärmten und dass man dieses Schnäppchen mitnehmen müsse. Doch es sollten noch drei Jahre vergehen, ehe ich mich das erste Mal richtig mit Poser auseinandersetze.
Im Sommer 2009 war es dann so weit -
Dass man mit Poser wesentlich mehr kann als nur Personen, Objekte, Pflanzen oder Bauwerke auch einzeln mit transparentem Hintergrund rendern zu lassen und als PNG abzuspeichern, war mir damals noch nicht klar. Das stellte ich erst später fest, als ich die Poser-
Poser begreifen
Poser ist eine harte Nuss, die es erstmal zu knacken gilt und nicht vergleichbar mit einem Programm wie zum Beispiel Paintshop Pro, Photoshop oder ähnliche Software. Man braucht dazu Geduld, eine gewisse Hartnäckigkeit und auch viel Eigeninitative (auch mal in die Programmhilfe schauen z.B.) sowie Forschungsdrang. Wer einfache Schritt-
Englisch-
Schon alleine die Arbeitsoberfläche ist ungewohnt, wenn man sie nicht kennt. Hier mal eine Ansicht meiner für mich angepassten Poser 8 Arbeitsoberfläche, damit du mal einen kleinen Eindruck erhälst.

Ich schreibe das auch nur, damit du vorgewarnt bist. Posern macht zwar ganz viel Spaß und daher auch süchtig, aber es ist am Anfang wirklich harte Arbeit, ehe man begriffen hat, wie Poser so tickt. Ganz wichtig ist auch das Verstehen um die Aufteilung der verschiedenen Poserdateien für die Inhalte wie Kleidung, Character, Gegenstände, Haare usw. Das muss alles richtig sortiert sein, dass man selber und vor allem auch Poser es wiederfindet. Das alleine ist schon eine Wissenschaft für sich. Ich habe bestimmt drei Monate dafür aufgewendet, ehe ich das mit dem Organisieren der Inhalte in sogenannten "externen Runtimes" so verinnerlicht hatte, dass ich mir meine eigene Ordnung erschaffen konnte. Dafür mache ich das heute im Schlaf.
Oh ja, ich erinnere mich noch so gut an meine frustrierten Anfänge, in denen ich sehr oft verzweifelte. Anfangs glaubte ich sogar, um Poser zu bergreifen, wäre ich vielleicht zu blöd. Mein Kopf schwirrte von den ganzen Fachausdrücken, mit dem erfahrenere Poserianer beim Schreiben um sich warfen. Wie oft habe ich geschimpft über Poser, Lektionen, Anleitungen, und vor allem über mich selber -
Aber glücklicherweise habe ich meinen Weg gefunden, indem ich einfach versuchte, alle möglichen Informationsquellen, die ich über Poser finden konnte, anzuzapfen und das nötige Wissen für mich herauszuziehen. Für mich war es die Summe der verschiedenen Quellen, der Austausch mit erfahrenen Poserianern, das praktische Austesten und Herumprobieren in Poser selber. Es war eben anders als bei den mir vorher bekannten Grafikprogrammen.
Eine große Hilfe waren auch Lymas Kaufkurse für Poser bei Content Paradise, die viele der offenen Lücken schlossen und auch heute immer noch meine Nachschlagwerke sind. Sie sind wirklich sehr empfehlenswert, zumal Lyma sehr viel von Poser versteht und gut zu vermitteln weiß. Die Kosten dafür sind minimal im Vergleich zu Umfang und Nutzen, den man als Gegenwert dafür erhält.
Vieles beim Arbeiten mit Poser ist auch einfach Gefühls-
Erschwert wird das Vermitteln von Wissen auch dadurch, dass jeder eine andere Poser-
Falls du selber gerade mit dem Posern angefangen haben solltest, trösten dich vielleicht meine Worte etwas und machen dir etwas Mut.
Wie ich das Posern lernte...
... ist schwer mit ein paar Worten zu beschreiben, denn ich habe dazu verschiedene Wege beschritten und Möglichkeiten genutzt und mir sehr viel Zeit dabei gelassen.
Die Poser-Schule der Poser-Freaks mit seinen tollen, hilfsbereiten Mitgliedern kann ich empfehlen. Hier lerne ich immer noch in einem Tempo, das mir angenehm ist - das ist das Schöne dort. Auch wenn die Lektionen schon etwas älter und nicht unbedingt für absolute Anfänger ohne Vorkenntnisse gedacht sind, kann man sehr viel aus ihnen lernen. Die Freakologen - so heißen die Mods dort - stehen einem mit Rat und Tat zur Seite, wenn man nur fragt, was man genau nicht versteht.
Einen festen Lehrer bekommt man dort jedoch nicht zugeteilt. Wer für den Bereich zuständig ist und Zeit hat, schaut sich die eingestellte Lektion im Schulbereich an und gibt sein OK oder bittet um Nachbesserung. Es gibt einen Grundkurs, die Hochschul-Lektionen und verschiedene Uni-Stufen. Auch die ehrliche Kritik schätze ich, wenn man mal einen Render in der Gaerie zeigt. Das Tolle an dieser Poser-Gemeinschaft finde ich das Miteinander der Mitglieder. Man entwickelt manchmal gemeinsam ein tolles Ergebnis aus einem vorher eher durchschnittlichen Werk.
Wie bereits vorher erwähnt, haben mir die beiden Poser-Kurse für die Versionen 7 und 8 von Lyma sehr geholfen. Diese Kurse kann man alleine für sich selber durcharbeiten oder sie auch wie ein Nachschlagwerk nutzen. Manchmal findet er jedoch auch im deutschsprachigen Poser-Board statt, wenn es Lymas freie Zeit erlaubt und genügend ernsthafte Interessenten zusammenkommen. Der Kurs ist ist kostenpflichtig und geht über viele Monate, je nach Lerntempo der Gruppe. Hierbei wird der Kaufkurs durchgearbeitet mit den technischen Möglichkeiten von Poser. Es geht um die Programmbedienung, Einstellungen usw. - fängt also bei Null an, aber auch erfahrene Poserianer erfahren noch wertvolle Tipps. Aber man muss diesen begleitenden Kurs nicht zusätzlich belegen.
Im Web habe ich auch einige deutschsprachige Tutorials gefunden, nur waren die oft schon für sehr alte Poserversionen wie z.B. für Poser 4 bis 6. Nicht alles davon konnte ich auch auf die neueren Poser-Versionen anwenden, aber einiges hat sich im Laufe der Jahre nicht verändert. Mit dieser Salami-Taktik beim Poser-Erlernen komme ich besser klar, weil ich damit verteiltes Wissen aus allen möglichen Bereichen bekommen habe, das mir dabei hilft zu begreifen, wie Poser tickt. Man könnte das am ehesten mit einem riesigen Puzzle vergleichen. Da tut man sich anfangs auch schwer, und nicht alle Teilchen liegen gleich nebeneinander; man muss viel suchen. Irgendwann hat man aber einen gewissen Stamm erreicht, und dann geht alles wesentlich leichter. So ist es bei mir jetzt auch. Ich habe ich eine gute Basis an Wissen erreicht, auf das ich aufbauen kann. Ausgelernt habe ich aber noch lange nicht.
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